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Das Gedächtnis der Stadt Lohne
Stadtfotoarchiv und Archiv des Heimatvereins
dokumentieren Lohnes Geschichte und Gegenwart
Lohne (jp) - Für Stefan Bünker ist das
Stadtfotoarchiv eine Goldgrube: Seine Facharbeit in Geschichte kann der Schüler
der Lohner Realschule mit jeder Menge anschaulichem Bildmaterial illustrieren.
Und nebenan im Archiv des Heimatvereins findet er Schriften und Dokumente zu
seinem Thema.

Wie für den Realschüler gilt, gilt für alle,
die sich für die Vergangenheit Lohnes interessieren: Die Reise in die Geschichte
beginnt im Untergeschoss des Rathauses. Neben den Schriften und Dokumenten im
Archiv des Heimatvereins wird dort seit 2001 die Entwicklung der Stadt Lohne
auch im Bild dokumentiert.
„Die Räume, die damals durch den Umzug der Polizeistation an die Bahnhofstraße
frei wurden, waren perfekt für das Projekt geeignet, das die Stadt Lohne und der
Heimatverein gemeinsam verwirklichten", sagt der Vorsitzende des Heimatvereins
Benno Dräger.
Ein
engagiertes Team ehrenamtlicher Mitarbeiter um Benno Dräger, Alfred Wegmann,
Heinz Uchtmann, Dieter Schneider, Ernst Eckhoff und Bernard Warnking hat seither
in dem 12 000 Bilder fassenden Diaschrank über 8000 Dias einschließlich
Textinformation archiviert, einige 1000 weitere sind vorbearbeitet und in
Unterschränken abgelegt. „Dias sind nach wie vor für die dauerhafte Archivierung
am besten geeignet", so Dräger. Seit zwei Jahren werden alle Bilder auch digital
archiviert. Und auch Originalfotos sind, soweit sie dem Stadtfotoarchiv von den
Besitzern überlassen werden, in den Regalen zu finden. Die technische
Ausstattung umfasst unter anderem fünf PC-Arbeitsplätze, Leuchttische, Beamer,
Drucker, Kameras und Reprogerät.
Unzählige Lohner haben mittlerweile ihre Bilder zum Stadtfotoarchiv gebracht.
Mit dem Reprogerät werden davon ein Dia und ein digitales Bild erstellt.
Gleichzeitig werden Textinformationen zum Bild notiert.
Neben historischen Bildern gehört aber auch die Dokumentation aktueller
Entwicklungen zu den Aufgaben des Stadtfotoarchivs. Die Mitarbeiter
fotografieren beispielsweise Gebäude vor einem Umbau oder Abriss, während der
Baumaßnahmen und nach deren Ende. Damit wird das Stadtfotoarchiv, verbunden mit
dem Schriftenarchiv des Heimatvereins, für kommende Generationen zum Gedächtnis
der Stadt Lohne.
Im
Archiv des Heimatvereins verwalten Gert Hohmann und Alfons Nordlohne über 4000
Dokumente von regionalspezifischer Literatur über Brandkassenregister,
Armenbücher und Geschäftsbücher bis hin zu Examensarbeiten, die sich thematisch
mit Lohne beschäftigen.
Das Schriften- und Fotoarchiv ist auch Grundlage für zahlreiche weitere Projekte
des Heimatvereins bzw. der Stadt Lohne, beginnend bei den Schriftenreihen des
Heimatvereins über den Kalender „Lohne - gestern und heute" und das in Kürze
erscheinende „Findicus"-Memoryspiel bis hin zu regelmäßigen Diavorträgen.
Geöffnet ist das Stadtfotoarchiv ebenso wie
das Schriftenarchiv jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung,
Telefon und Fax 04442/ 886100, Email: heimatverein@lohne.de oder stadtfotoarchiv@lohne.de
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