|
Turm ragte einst über Südlohner Burg
Und die Zugbrücke wurde im Jahre 1880 abgebrochen
Von Heinz Strickmann
Südlohne - Die Wasserburg Hopen liegt in der Lohner Bauerschaft Südlohne.
Sie ist von einer Gräfte umgeben, die teilweise zugeschüttet worden war und
durch Graf Kerssenbrock ausgebaggert und in ihren Urzustand zurückversetzt
wurde. Während der einst vorhandene Burgturm 1825 in die Graft stürzte, ist die
Zugbrücke 1880 abgebrochen worden. Über dem Eingangsportal sind die Wappen der
Familien von Haren und von Löw angebracht.
Der Graf von Dinklage errichtete im Jahre 1517 am jetzigen Standort in massiver
Bauweise eine Wasserburg. 1780 ließ Christian Ludwig von Haren die heutige
Wasserburg zweigeschossig aufstocken. Da er mit einer von Löw zu Steinfurth
verehelicht war, ließ er beide Familienwappen über dem Eingang anbringen. Links
ist das Wappen derer von Haren mit drei Spindeln und rechts das Wappen derer von
Löw, ein silberner Kranich in einem blauen, mit Gold belegten Feld zu sehen. Die
Fundamente der Burg bestehen aus Findlingen, während das übrige Gemäuer aus
Fachwerk und Bindewerk errichtet worden ist und später mit Kalk verputzt wurde.
Das Fachwerk war vor kurzem an der Westseite noch gut erhalten und teilweise
sichtbar. Hier soll auch der Burgturm aus Findlingen gestanden haben, der 1825
einstürzte.
Hopen
hat viele Besitzerwechsel über sich ergehen lassen müssen. Durch Teilerbschaft
und Kauf gelangte Burg Hopen an Friedrich Christian Oeynhausen zu Merrelsheim im
Paderbornischen. 1805 verkauft dieser Hopen, das auch als Gut bezeichnet wird,
für 105000 Taler an die Familie von Galen. 1948 brachte man Flüchtlinge im
Gutshaus unter und 1948 wurde Graf Korff, genannt Schmiesing-Kerssenbrock,
Eigentümer. Wasserburg Hopen diente ab 1954 eine Zeit lang auch als
Jugendherberge. Seit 1964 ist sie wieder in privater Nutzung und wird
hervorragend instand gehalten. Eine Besichtigung der Innenräume ist nicht
möglich.
|