Heimatverein Lohne e.V.
Presseschau:   - OV vom 18. August  2003 -

Niehaus und der Blick aus der Vogelperspektive

Heimatverein hat Nachfolger von Karl Tapphorn gefunden/Lohner Aussichtsturm wurde 1907 gebaut

Lohne - Wenn demnächst die Fahne auf dem Lohner Aussichtsturm im Wind flattert, dann ist Werner Niehaus auf seinem Posten. Denn er ist der neue Türmer, der mit seinem Stellvertreter Ernst Loefs im Auftrag des Heimatvereins Neugierigen in luftiger Höhe erklären wird, was aus der Vogelperspektive so alles entdeckt werden kann. Niehaus tritt damit die Nachfolge des verstorbenen Karl Tapphorn an. Über zehn Jahre war er für Lohnes Wahrzeichen verantwortlich.
Ostern, Weihnachten, Schützenfest und immer wieder sonntags wird Niehaus die 82 Treppenstufen nach oben klettern, um in 16 Metern Höhe auf die Besucher zu warten. Die gibt es reichlich. Einige tausend Gäste genießen laut einer Liste, die Tapphorn geführt hat, jährlich die Panoramasicht. Denn nicht nur spontane Ausflügler nutzten den Rundblick, bei dem bei guten Wetterverhältnissen immerhin sogar Ziele in 40 Kilometer Entfernung ausgemacht werden können. Auch Kindergarten- und Schulgruppen, Wanderteams oder Vereine kommen regelmäßig zu dem beliebten Aussichtsziel.

Infos in luftiger Höhe: 
Werner Niehaus (I.) ist der neue Lohner Türmer. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins Benno Dräger und seinem Stellvertreter Ernst Loefs (r.) besuchte er schon mal seinen Arbeitsplatz.

Gebaut wurde es auf einen Natursteinsockel mit einer Höhe von 4,20 Metern und einem Durchmesser von bis zu 3,40 Metern. Grund war die Ernennung Lohnes 1907 zur Stadt. Der Verschönerungsverein, ein Vorgänger des Heimatvereins, mit seinem damaligen Vorsitzenden Heinrich Lückmann hatte die Idee. Umgesetzt wurde sie schließlich von dem Architekten Reinhold Buschmann. Die Initialen der beiden Herren, die im Wappenstein zu sehen sind, erinnern noch heute an dieses Engagement.
Auch der Leitspruch „Stadt und Land - Hand in Hand" hat einen historischen Grund. Er weist auf die Trennung Lohnes in
eine Stadt- und eine Landgemeinde hin, die 1937 aufgehoben wurde. Finanziert wurde der Bau durch Spendengelder und Konzerteinnahmen. Mittlerweile ist das Bauwerk, das 1994 von der Stadt restauriert wurde, denkmalgeschützt.

• Der Turm ist am Sonntag (24. August) von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Infos gibt es außerdem unter Telefon 5232 oder 2625.

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